Berufsinfos mit Heimvorteil: Die schulinterne Berufsmesse an der Friedrich-Junge-Realschule wird zur Tradition

Über 30 Messeaussteller konnten für die Berufsmesse gewonnen werden
Die Schüler/innen informierten sich gemeinsam mit ihren Eltern über Ausbildungsberufe
Mit großer Neugierde gingen einige Mädchen und Jungen zu Werke

Nach dem überragenden Erfolg im Vorjahr fand an der Friedrich-Junge-Realschule in Kiel am 8. November 2008 zum zweiten Mal die schulinterne Berufsmesse statt. Das breite Spektrum von Handwerks-, Industrie- bis hin zu Pflegeberufen wurde von ca. 30 Messeausstellern, zum größten Teil Eltern, deren Kinder die Schule besuchen, präsentiert. Die Eltern konnten auf diese Weise den Mitschülern ihrer Kinder das eigene Berufsfeld präsentieren und persönliche Ratschläge geben. Alle Schüler/-innen der 8.-10. Klassen haben die Schulveranstaltung mit ihren Eltern besucht. Auf diese Art wurde eine gemeinsame Informationsgrundlage geschaffen. Die Eltern hatten die Möglichkeit, die Aussteller genauer zu befragen, im besten Fall könnten sogar konkrete Maßnahmen (z.B. weitere Kontakte, Schnuppertage oder Praktika) eingeleitet werden.

 

Sedef Atasoy, Ausbildungsplatz-akquisiteurin bei der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK), die den Stand der IHK betreute, war vor allem von dem reibungslosen Ablauf und der professionellen Organisation der Schulmesse beeindruckt. "Ich fand es sehr gut, dass viele Eltern mitgekommen sind. Die Schüler und Eltern sind mit unterschiedliche Fragen an uns herangetreten: Den Eltern ging es mehr um die Hilfestellung bei der Ausbildungsplatzsuche, die Schüler haben sich größtenteils für die Inhalte der Ausbildungsberufe interessiert", so Atasoy.

 

Margrit Gebel, die die Berufsmesse organisiert, war auch mit der Zusammenarbeit mit den ausstellenden Eltern zufrieden und erlebte sie als sehr motiviert, engagiert und zuverlässig. Die Ergebnisse sind aus der Sicht von Gebel bereits jetzt feststellbar: "Die Folgewirkungen von beiden Messen sind erkennbar an vermehrten Schnupperpraktika, mehreren diesjährigen Ausbildungsverträgen und Intensivierung der Zusammenarbeit mit Patenbetrieben ablesbar". "Nur an einer noch besseren Vorbereitung der Schüler auf einen gewinnbringenden  Messebesuch wird man durch vorherige Unterrichtsinhalte arbeiten müssen", ergänzte Gebel.

 

Die anschließenden schriftlichen Rückmeldungen der Aussteller zeigte große Akzeptanz und bestätigten das Konzept. Die Konzeption dieses Projekts zeichnet sich dadurch aus, dass es relativ zügig, vor Ort und ohne finanziellen Aufwand durchgeführt werden kann. Die Schule schafft damit weitere Voraussetzungen für eine realistische Berufswahl der Schüler/-innen. Nach dem großen Anklang bei Ausstellern und Schülern ist eine Wiederholung der Berufsmesse auch im nächsten Schuljahr geplant.

 

von Olga Svenßon

 

Für interessierte Nachahmer:

 

Die Organisation der Berufsmesse beansprucht im Vorlauf etwa 10 Wochen. Dazu gehören:

  • Werbekampagne bei Elternabenden
  • Rückmeldungen
  • persönliche Kontaktaufnahme mit interessierten Eltern, Ehemaligen und Patenfirmen.

Die kurzfristige Planung für den eigentlichen Ablauf benötigt etwa 10 Tage. Dabei muss man Folgendes bedenken:

 

  • Platzbedarfsanalyse
  • Raumbelegungsplan
  • Stromanschlüsse
  • Einladungen für den Messebesuch an Schüler und Eltern  

Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen zur Organisation und Durchführung der Berufsmesse haben, können Sie sich direkt an Margrit Gebel, wenden:

 

Kontakt:

Friedrich-Junge-Realschule Kiel

Langenbeckstraße 65

24116 Kiel

Tel.: 0431-17007

 

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