Ein Beispiel für die Vorgehensweise bei der Planung einer Kooperation Schule/Wirtschaft
I. Vorbereitung der Kooperationsarbeit im Unternehmen
- Welche Ziele möchte das Unternehmen über die Partnerschaft erreichen?
- Die Positionierung der Firma zum Thema Ausbildungsreife (z.B. anhand Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife des DIHK) und/oder zur Berufsorientierung (z.B. anhand des Flyers – „Was fordert die Wirtschaft von Schulabgängern?“, Fachliteratur).
- Die Zielformulierung der Firma zur Kooperationsarbeit mit Schulen zusammen mit Mitarbeitern.
Beispiele: „Die Kooperation sollte einen Imagegewinn für unsere Firma darstellen.“„Werbung und eine verbesserte Bewerberrekrutierung stehen für mich im Vordergrund.“„Wir können zur Verbesserung der Ausbildungsreife der Schulabgänger beitragen und somit auch betriebliche und gesellschaftliche Problemstellungen positiv beeinflussen.“
- Brainstorming zur Ideenfindung mit interessierten Mitarbeitern.
- Schwerpunktsetzung und Festlegung der Beteiligten.
- Entwicklung eines Kooperationsprogrammes.
II. Partnersuche
- Mit welcher Schulform möchten wir gern zusammenarbeiten?
- Bestimmung geeigneter Schulformen, Auswahl der Schule / Schulen.
- Nutzung von Netzwerken zur Beratung und Kontaktanbahnung / Partnersuche
- Abgleich der Erwartungen und Zielsetzungen der Partnerschule mit denen des Unternehmens.
- Planung von Auftakt-Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten.
- Organisation der Zusammenarbeit mit befreundeten oder benachbarten Unternehmen.
III. Umsetzung der Kooperationsarbeit
- Kontaktaufnahme (z.B. durch Vorstellung des Wirtschaftsvertreters im Lehrerkollegium, Präsentation des Schul-Projektes des Betriebes in der Kooperationsschule, Betriebsbesichtigung zusammen mit der Lehrerschaft).
- Gemeinsames Erarbeiten und Abschluss einer Kooperationsvereinbarung.
- Abgleich der Termine (Klausurphasen, Ferienzeiten, starke Auftragslagen) und Anpassung der geplanten Aktivitäten.
- Projektstrukturplan und –ablaufplan, Festlegung der Arbeitspakete auf Schul- und auf betrieblicher Seite.
- Einbindung der Fachbereiche in die Projektarbeit (welches Fach können wir durch welche Aktivitäten/ welches Projekt konkret unterstützen?).
- Klärung versicherungsrechtlicher Fragen und Erstellung von Kostenplänen.
- Konsequente Einhaltung des gemeinsam erarbeiteten Konzeptes.
- Beständige Dokumentation, Management der Öffentlichkeitsarbeit.
- Beständige Anpassung der Kooperationsvereinbarung.
IV. Überprüfung der Effizienz, Qualitätssicherung
- Feed-Back / Visualisierung der Ergebnisse.
- Überprüfung der Zielerreichung nach einem Schuljahr (TOP oder FLOP?).
- Einbindung von Verbesserungsvorschlägen in das Gesamtkonzept.
- Überprüfung der Verbesserung der Ausbildungsreife zusammen mit den Schulen.
- Planung eines neuen Konzeptes für das nächste Jahr anhand der Erfahrungswerte.
- Erstellung von Ausarbeitungen / von Best-Practise-Beispielen.
- Berichterstattung an Projekte, Initiativen, Dachorganisationen im Bereich Schule/Wirtschaft und die regionale Presse.
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